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Ein Tauchwochenende am Liepnitzsee

Impressionen von unserem Vereinstauchausflug zu Pfingsten

6 Bilder
Jugendherberge am Liepnitzsee, Foto: S.Wiesebach

Am Freitag vor Pfingsten stürzten wir uns in den stauigen Verkehr Richtung Berlin. Die Idee von einigen, sich den Tag frei zunehmen und schon am Morgen die Kurzreise anzutreten, erwies sich als richtig. Die morgendlichen Fahrer machten den riesigen Tauchladen "Atlantis" in Berlin noch unsicher, um sich mit wichtigem Equipment für die Tauchgänge einzudecken. ;)

Gegen 20:00 Uhr trafen unter großem „Hallo“ alle ein und machten es sich mit mitgebrachtem Abendessen in dem großen Garten der urigen Jugendherberge am Liepnitzsee gemütlich. Das einzig Lästige waren die Myriaden von Mücken, gegen die wir uns aber recht erfolgreich mit Chemie wehren konnten. Der Abend klang in fröhlicher Runde  mit angenehmen Gesprächen aus.
Am Samstag frühstückten wir um 7:30 Uhr herzhaft, süß … was das Herz begehrte, um anschließend zum Ruhlesee aufzubrechen.

Ruhlesee, Liepnitzsee?

Da der Liepnitzsee - mit fantastischer Wasserquali - schlechter als erwartet für Taucher mit Equipment erreichbar ist, hatten wir uns kurzfristig Alternativen gesucht. ;)

Die kleine, aber feine Tauchbasis am Ruhlesee liegt mitten auf einem bewaldeten Campingplatz. Das Team der Tauchbasis ist super nett, zuvorkommend, hilfsbereit und lustig. Wir fühlten uns einfach wohl.

2 Tauchgänge folgten im Laufe des Tages, an dem es auch den nichttauchenden Angehörigen (NTA) nicht langweilig wurde, da der See auch zum Spazierengehen und Flanieren einlud. Die Taucher vergnügten sich bei bis zu 6m Tiefe und bekamen einen gedeckten Tisch mit Teeservice, Zwerge und im Schilf stehende Hechte zu sehen. Auch Navigieren üben ließ es sich gut, genauso wie diverse andere Übungen. Geschafft vom Wasser und der Wärme des Tages kehrten wir zur Jugendherberge zurück und legten Thüringer Würste auf den Grill. Da auch an diesem Abend die Mücken wieder gnadenlos Angriffe flogen, verzogen wir uns rasch in den Speiseraum und ließen dort den Tag gemütlich ausklingen.
Am Sonntag ging es zur Tauchbasis am Werbellinsee, die Einfahrt dorthin führt über das Gelände der ehemaligen Pionierrepublik "Wilhelm Pieck". Etliche alte Anlagen zeugen noch immer von dieser Vergangenheit. Diejenigen von uns, die das Privileg damals hatten, sich hier mal aufzuhalten, überkam eine gewisse Nostalgie und Erinnerung.
Hier teilte sich unsere Tauchgruppe auf: Die nicht ganz so wagemutigen, eher wärrmeliebenden Taucher Uwe, Skadi und Silke stiegen direkt an der Tauchbasis in den See und erkundeten den Parkour in bis zu 9,5m Tiefe und 10 Grad Wassertemperatur. Die Sicht war nicht so gut wie erhofft und nach knapp 40 Minuten tauchten wir wieder auf. Die anderen 5 Taucher Bobby, Bine, Andreas, Heiko und Alex fuhren mit dem Boot zu einer anderen Einstiegsstelle, um von dort aus in 27m Tiefe die Wracks alter Lastkähne zu besichtigen. Die Sicht war hier prima, das Wasser nochmal ein gutes Stück kälter und nach knapp 45 Minuten kamen alle wieder glücklich an Land. Nach einer kleinen Stärkung an der Tauchbasis gingen einige von uns noch zu einem zweiten Tauchgang direkt an der Tauchbasis in den See, die anderen schnorchelten oder badeten einfach.
Am späten Nachmittag verließen uns die ersten Mitreisenden, weitere dann am Abend nach einem guten Essen in einer Gaststätte in unmittelbarer Nähe der Jugendherberge, so dass der letzte Abend zu sechst zu Ende ging. Nach dem Frühstück am Montag trat alle den Weg nach Hause an.

Es war ein erlebnisreiches Wochenende in schöner Umgebung mit tollen Menschen!

Silke Wiesebach

veröffentlicht von Alexander Schmidt am 20.07.2023