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Bericht zum VDST Aufbaukurs Apnoe 1

VDST Aufbaukurs Apnoe I / GDL Freediving Indoor

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 Die Ausschreibung des Kurses nahmen 12 Teilnehmer wahr, meldeten sich an und erhielten am 30. November 2025 in einem Webinar von den Ausbildern Sally Otto, Alexander Bley und dem Kursleiter Ralf Hildebrandt eine theoretische Einführung in die ersten Schritte des Apnoe-Tauchens. Neben vielen Erklärungen zum Thema wurde in Videos dargestellt, wie das Strecken- und das Zeittauchen und die dazugehörigen Sicherungen ablaufen sollen. Eine direkte theoretische Ausbildung nach strengem Lehrplan mit einer Prüfung gab es nicht. Diese Prüfung wird es dann zum Brevet Apnoe * laut DTSA-Ordnung geben.

Der AK Apnoe1 beschränkt sich auf die Vermittlung von Grundlagen im Pool beim Apnoetauchen.Kurz vor Weihnachten, am 20. und 21. Dezember, ging es in die Schwimmhalle am Johannesplatz in Erfurt. Zunächst setzte man sich in einem Nebenraum zusammen und stellte sich gegenseitig vor. Es ist noch ein 13.Teilnehmer hinzugekommen. Die Kursteilnehmer setzten sich recht unterschiedlich zusammen. Gerätetaucher * und **, manche mit erster Apnoe- aber auch welche fast ohne Taucherfahrung. Leute mit sehr sportlicher und welche mit durchschnittlicher Kondition, zwischen 12 und über 60 Jahren. Noch vor dem Wasser begann der sportliche Teil, aber mit empfehlenswerten Yoga-Übungen zum Dehnen und Erwärmen. So mancher wird sich diese Übungen sicher für Zuhause und für den eigenen Tauchsportverein fest einprägen.

Zum Ende der Aufwärmung wurden Gruppen eingeteilt und somit verhindert, dass sich jemand über- oder unterfordert fühlte. Ein Neopren-Anzuge ist unbedingt empfehlenswert, da man sonst bei 6 Stunden im und am Wasser zu stark auskühlt. Als Erstes der Tarrierungscheck und dann ging es ans Schwimmen und Tauchen.Beim Streckentauchen waren zwei Gruppen auf jeweils einer vom Publikumsverkehr gesperrten Bahn und eine Gruppe ging im Nichtschwimmerbecken ans Zeittauchen.Im Verlauf des Kurses wechselten die Gruppen ihre Stationen. Durch bestimmte Übungen bei beiden Disziplinen konnte man seine Leistungen, Stück für Stück steigern. Die Teilnehmer selbst merkten, wie sie ihre individuellen Leistungsgrenzen erweitern konnten. Dabei kommt es nicht darauf an, absolute Hürden unbedingt nehmen zu müssen, sondern es geht darum, die persönliche Leistung zu verbessern und mit dem Gelernten auszubauen. Das ist das Gute an einem solchen Basis-Kurs. Wichtig sind drei Dinge:

1.Man lernt seinen eigenen Körper unter Belastung besser kennen, spürt, wenn das Zwerchfell beginnt, zu vibrieren oder der Hals kratzt und wie weit man das mit Willensstärke ausdehnen kann. Allein durch Testen, nicht Bolzen, erschließt man sich selbst neue Möglichkeiten.

2.Weiter lernt man die richtigen Techniken. Zunächst z.B. bei den Übungen im Trockenen lernt man bestimmte Atemtechniken. Solche, die den Puls runterbringen. Diese kann man auch außerhalb des Wassers sehr gut gebrauchen. Für das Zeit- und Streckentauchen lernt man Techniken, um seine Leistungen so effizient und Sauerstoff sparend wie möglich zu erweitern.

3.Der dritte Aspekt, den man bei dieser ersten Apnoe-Ausbildung unbedingt erwähnen muss, sind die Sicherheits- und Rettungsübungen, die in der Praxis vermittelt werden. In diesem Teil der Ausbildung merkt man, was die Erfahrung der Ausbilder für einen unersetzlichen Wert hat. Die richtigen Griffe und Abläufe in der Theorie zu kennen reicht nicht. Die Situationen richtig einzuschätzen, richtig zu erklären, das kann nur von Machern kommen.

Ob beim Zeittauchen bis zu 5 Minuten oder beim Streckentauchen bis 85 Meter hatte jede/r Teilnehmer anschließend Ergebnisse auf der persönlichen Habenseite, die sie oder er vorher nicht hatte.


In einer letzten Gesprächsrunde ganz zum Schluss wurde der gesamte Lehrgang noch einmal reflektiert. Abgesehen von ein oder zwei Kleinigkeiten, die man beim nächsten Lehrgang gerne noch verbessern sollte, zogen sowohl die Ausbilder und die Ausbilderin als auch Teilnehmer/innen ein sehr positives Resumee.

Die Ergebnisse wurden auf Wunsch mit Stempel und Unterschrift bestätigt und können so für weiteres genutzt werden. Es besteht so die Möglichkeit, aufbauend auf dem Basis-Kurs in weiteren Ausbildungsstufen den DTSA Apnoe*, bzw. nach diesem auch den DTSA Apnoe** zu machen.

Thomas Vollmar

veröffentlicht am 23.12.2025, 15:15

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